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Willkommen im Web-Blog von fruttastic.com. Wir berichten an dieser Stelle über aktuelle und interessante Themen aus dem Bereich der Ernährung und der Gesundheit. Unser Blog steht auch allen schreibfreudigen Gästen zur Verfügung, welche eine Empfehlung in eigener Sache (Public-Reportage) oder einen interessanten Bericht aus dem Bereich der Gesundheit und Ernährung veröffentlichen möchten. Wir freuen uns auf Ihre Nachricht. Unsere E-Mail-Adresse finden Sie im Impressum.

6. Schweizerischer Ernährungsbericht

Bedeutung der Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung deckt den Bedarf an Energie (Kalorien) und Nährstoffen, vermeidet eine überschüssige Energiezufuhr, beeinflusst das geistige und körperliche Wohlbefinden positiv und trägt dazu bei, die Gesundheit zu erhalten und ernährungsabhängigen Krankheiten vorzubeugen . Neben einer ausgewogenen Ernährung gehören u.a. auch regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht aufs Rauchen und auf Alkoholmissbrauch zu einem gesunden Lebensstil.

Herausforderungen in der Ernährung
Eine der größten Herausforderungen betrifft die starke Verbreitung von Übergewicht und Adipositas (= starkes Übergewicht), die auf ein Ungleichgewicht zwischen Energieaufnahme (über die Ernährung) und Energieverbrauch (u.a. über körperliche Aktivität) hinweist. Ebenfalls von Bedeutung sind Herz-Kreislauf-Krankheiten, Diabetes mellitus, Krebs, Osteoporose und Mangelernährung (Unterversorgung an bestimmten Nährstoffen).

Soweit – so gut. Jedoch haben wir beim Studium des oben erwähnten Berichts einige bedenkliche sowie negative Veränderungen in den Ernährungsgewohnheiten bemerkt. Nachstehend zitieren wir wörtlich die wichtigsten Fakten:

  • Knapp 30% der Bevölkerung in der Schweiz achten bei ihrer Ernährung laut Eigenaussage auf nichts Bestimmtes und zeigen somit auch kein Interesse an Ernährungsempfehlungen.
  • Der Ernährung wird im Zusammenhang mit der Vorbeugung von Krankheiten bzw. der Erhaltung von Wohlbefinden und Gesundheit zu wenig Bedeutung beigemessen.
  • Weitere Gründe sind mangelhaftes Ernährungswissen und unzureichende Informationen, preisliche Gründe, geschmackliche Vorlieben sowie Alltagsgewohnheiten und –Zwänge.
  • Gemüse: Der Gemüseverbrauch ist nach jahrzehntelanger kontinuierlicher Zunahme 2007/08 zum ersten Mal rückläufig (Abnahme um 6% gegenüber 2001/02).
  • Früchte: Der rückläufige Trend beim Verbrauch von Früchten hat sich in den letzten Jahren verstärkt; betroffen sind v.a. die traditionellen Früchtesorten.
  • Die Versorgung der Bevölkerung oder von Teilen der Bevölkerung in der Schweiz mit Vitamin D, Folsäure und Jod ist auf Basis der verfügbaren Daten unzureichend.
  • Möglicherweise liegt bei gewissen Bevölkerungsgruppen eine Unterversorgung mit weiteren Nährstoffen vor, z.B. mit Eisen. Aufgrund der mangelnden Datenbasis sind Aussagen hierzu nur beschränkt möglich.
  • Bereits heute sind ca. ein Fünftel bis ein Viertel aller ins Spital eintretenden Menschen mangelernährt oder weisen ein Risiko für Mangelernährung auf. Der steigende Anteil älterer Menschen in der Schweiz dürfte zu einer Zunahme der Häufigkeit von Mangelernährung führen.
  • In der Schweiz sind rund 46% der erwachsenen Männer und rund 29% der erwachsenen Frauen von Übergewicht oder Adipositas betroffen. Erfreulicherweise gibt es erstmals Hinweise darauf, dass die Häufigkeit von Übergewicht und Adipositas sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen nicht gleich stark zunimmt wie in der Vergangenheit.

Vision (Zielsetzung bis 2016)
Alle Menschen in der Schweiz können sich aufgrund der Lebensbedingungen und ihrer eigenen Kompetenzen nachhaltig und gesund ernähren und einen gesundheitsfördernden Lebensstil pflegen; unabhängig von ihrer Herkunft, ihrem sozio-ökonomischen Status und ihrem Alter.

Handlungsfelder
Sichere, nachhaltig produzierte Lebensmittel und ein ausreichendes Lebensmittelangebot
Gesundheit schützen und Krankheiten vermeiden
Information und Kommunikation
Zielgruppen und Chancengleichheit
Zusammenarbeit, Koordination und multisektoraler Ansatz
Forschung und Datengrundlage

Problemfelder
Übergewicht und Folgekrankheiten
Ernährungssituation
Ernährungsempfehlungen und Ernährungskompetenz
Gesundheitsförderndes Umfeld
Konsumenteninformation
Evidenz und Wirksamkeit

Quelle:
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV
Sechster Schweizerischer Ernährungsbericht
Auszug aus dem Gesamtbericht von 318 Seiten
Link: www.blv.admin.ch