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Amla

Amla

Die Amla Beere (Amalaki) oder auch indische Stachelbeere (Phyllanthus emblica oder Emblica officinalis), ist ein wichtiges Lebens- und Naturheilmittel in der ayurvedischen Gesundheitslehre. Die indische Amla ist eine wahre Wunderbeere und harmonisiert alle drei Doshas, die man gemäß den ayurvedischen Schriften täglich zu sich nehmen sollte. Die aussergewöhnlichen antioxdativen Eigenschaften machen sie in Indien zu einer bedeutenden Heilpflanze. Wahrscheinlich liegt die Ursache ihrer positiven Effekte in der aussergewöhnlichen Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe wie Tannine, Alkaloide, Flavonole und Vitamin C. Der hohe Gehalt an Vitamin C übertrifft sogar noch denen von Orangen und Zitronen. Kein Wunder, dass sie im Ayurveda eine Sonderstellung einnimmt. Alte ayurvedische Schriften preisen die ungewöhnlichen, segensreichen Eigenschaften dieser Frucht und ihrer antioxidativen Wirkung. Amla wird in den ayurvedischen Schriften als die „Frucht für ewige Jugend und Schönheit“ bezeichnet. Einige wissenschaftliche Forschungen bestätigen heute die grundlegende ernährungsphysiologische Bedeutung dieser Frucht.

Die Amla und ihre Vitalstoffe

Die Amla Beeren enthalten Proteine, Kohlenhydrate und verdauungsfördernde Ballaststoffe. Ausserdem Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Chrom und Eisen. Der Vitamingehalt der Amla Beere setzt sich aus dem Beta-Carotin (Vorstufe von Vitamin A), mehreren B-Vitaminen und einen hohen Gehalt an Vitamin C und ist reich an Antioxidantien, welche das Immunsystem stärken und den Körper von freien Radikalen schützen. Die besonderen Eigenschaften der Amla basieren auf den äußerst komplexen und vielseitigen Vitalstoffen und antioxidativ wirksamen Moleküle einschließlich den Flavonoiden, Polyphenolen, Tanninen, Emblicanin und Gallussäuren.

Die Amla und ihre Herkunft

Amla ist im tropischen und subtropischen Teil von Indien heimisch, wächst aber auch in verschiedenen tropischen und subtropischen Gebieten. Die Früchte des Amla sind von blaß-gelber Farbe und sind kugelförmig. Die Beeren erreichen ihre volle Reife im Herbst und werden traditionell von Hand geerntet. Der Geschmack der indischen Stachelbeere ist sauer-bitter, gefolgt von einem geschmacklichen süßlichen Abgang.

Die Amla und ihre Verfügbarkeit

Frische Amla Beeren sind außerhalb des Anbaugebietes wegen ihrer leichten Verderblichkeit kaum erhältlich. Die Amla ist vorwiegend in getrockneter Form als Pulver oder Kapseln erhältlich. Amla weisen in der Verarbeitung große Unterschiede in der Qualität auf. Hohe Temperaturen im Trocknungs- bzw. Verarbeitungsprozess vernichten einen großen Teil der Vitalstoffe. Die schonendste Trocknung bzw. Verarbeitung ist die Gefriertrocknung, dadurch bleibt die Rohkostqualität weitgehend erhalten. Bei der Qualität ist wichtig, dass das Produkt in reiner Form vorliegt, d.h. ohne Träger- bzw. Bindemittel wie z.B. Maltodextrin und ohne Konservierungsmittel oder Zuckerzugabe.

Amla und Ayurveda

In der Ayurveda werden Amla eingesetzt bei Diabetes, Husten, Asthma, Bronchitis, Kopfschmerzen, Augenbeschwerden, Verdauungsstörung, Übersäuerung, Hauterkrankung, Entzündung, Abmagerung, Leberleiden, Gelbsucht, Harndrang, Regelblutung, Herzbeschwerden und Fieber. Die Amla-Beeren wirken adstringierend, kühlend, schmerzlindernd, verdauungsfördernd, magenstärkend, entgiftend, aphrodisierend, entwässernd, fiebersenkend, tonisierend, verjüngend und fördern den Haarwachstum. Amla senkt die Blutfettwerte und löst durch Ablagerungen verursachte Verengungen und Verhärtungen der Arterien auf. Es wirkt blutzuckersenkend, immunsystemmodulierend, pilzhemmend, antibakteriell und entzündungshemmend.

Amla gegen Herzbeschwerden

Die Amla Beere stärkt die das Herz-Kreislaufsystem. Durch das in der Amla Beere enthaltene Pektin werden außerdem das Serumcholesterin und die LDL-Cholesterin-Konzentration im Blut verringert. Das gute Cholesterin (HDL-Cholesterin) wird dagegen erhöht und die Triglyceride und das C-reaktive Protein (CRP) gesenkt, dadurch wird das Risiko einer Plaquebildung in den Gefäßwänden und einer Arteriosklerose verringert und die Gefahr für Schlaganfälle und Herzinfarkte reduziert. Der Eisengehalt der Amla Beere fördert außerdem die Bildung der roten Blutkörperchen sowie die Durchblutung und die Sauerstoffversorgung der Organe und Zellen.

Amla stärkt das Immunsystem

Amla Beeren enthalten einen hohen Anteil an Vitamin C. Die Amla Beere besitzt außerdem antibakterielle und adstringierende Eigenschaften, die den Körper vor Infektionen schützen und das körpereigene Immunsystem aktivieren.

Amla gegen Krebserkrankungen

Neben vielen weiteren Vitalstoffen enthalten Amla-Beeren ein breites Spektrum an Antioxidantien. Diese Substanzen können im menschlichen Körper Reaktive Sauerstoffspezies unschädlich machen und spielen möglicherweise eine Rolle beim Alterungsprozess. Letztlich geht es um die Frage, ob die traditionellen Anwendungsgebiete der Amla wissenschaftlich belegt werden können. Jüngere Untersuchungen haben überraschende Erkenntnisse geliefert: "Studien mit Extrakten oder einzelnen isolierten Substanzen der Frucht haben gezeigt, dass Amla das Wachstum von Tumorzellen in der Petrischale hemmen und sie zum Absterben bringen können", welche durch das Deutsche Krebsforschungszentrum bestätigt wurde.

Amla gegen zu hohen Cholesterinspiegel

Durch das in der Amla Beere enthaltene Pektin werden außerdem das Serumcholesterin und die LDL-Cholesterin-Konzentration im Blut verringert. Das gute Cholesterin (HDL-Cholesterin) wird dagegen erhöht und die Triglyceride und das C-reaktive Protein (CRP) gesenkt.

Wichtige Hinweise

Möglichen Wirkungen von Superfoods und Aussagen von wissenschaftlichen Studien über Superfoods rechtfertigen nicht, diese als Ersatz für geeignete Arzneimittel oder klassische Therapieformen zu betrachten. Superfoods können einiges für Ihre Gesundheit tun. Sollten Sie jedoch Beschwerden haben oder es ist bereits eine Krankheit diagnostiziert worden, so ersetzt der Konsum von Superfoods natürlich nicht den Arztbesuch oder die medizinische Behandlung. Sie sollten immer eine medizinische Fachperson konsultieren und dessen Rat befolgen.

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Buchempfehlungen - Amla (Amalaki)

Es sind uns im deutschsprachigen Raum leider keine Bücher bekannt, welche die Amla Beeren detailliert im Einzelnen beschreiben. Im nachstehend Buch finden Sie jedoch eine Beschreibung über die Amla Beere.

Heilpflanzen der ayurvedischen Medizin

Pflanzliche Arzneimittel bilden heute noch das Rückgrat der traditionellen indischen Medizin, der Ayurveda. Hier wurden die verwendeten Pflanzen ursprünglich nach philosophischen Gesichtspunkten und nach der Erfahrung des behandelnden Arztes eingesetzt. Im Zuge der Globalisierung finden viele dieser Arzneimittel ihren Weg auch nach Europa. Mit der zunehmenden Entwicklung synthetischer Arzneimittel und der stetigen naturwissenschaftlichen Entwicklung der Medizin erschienen die pflanzlichen Präparate in der westlichen Welt zunächst als überflüssig. Mittlerweile findet ein Umdenken statt: Die westliche Welt hat das pharmakologische Potenzial vieler Pflanzeninhaltsstoffe erkannt und sucht gezielt nach neuen Wirkstoffen. Viele Pflanzen der traditionellen Medizin erwiesen sich hier als äußerst wirksam. Das Werk stellt die Heilpflanzen der Ayurveda nach ihrer Philosophie und den sich daraus ergebenden Anwendungsgebieten dar. Gleichzeitig werden diese Pflanzen aber auch nach westlichen Kriterien unter den Gesichtspunkten der Pharmakologie, der charakterisierten Inhaltsstoffe und der sich daraus ergebenden Anwendungsgebiete vorgestellt.

Dr. med. Ernst Schrott ist einer der renommiertesten Ayurveda-Ärzte in Deutschland. Er hat in München Medizin studiert. Seit 1984 ist er Arzt für Naturheilverfahren und Homöopathie mit eigener Praxis. Ausserdem ist er ärztlicher Leiter des Maharishi Ayur-Veda Gesundheitszentrums Regensburg. Seine Ausbildung im Ayurveda erhielt Dr. Schrott bei führenden Ayurveda-Ärzten Indiens.

  • Titel: Heilpflanzen der ayurvedischen und der westlichen Medizin
  • Autoren: Schrott/Ammon
  • ISBN-13: 978-3642131240
  • ISBN-10: 3642131247
  • Verlag: Springer; Auflage: 2012 (16. Dezember 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • Gebunde Ausgabe: 518 Seiten
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